Der Teufel hat´s getan! – Das Böse und die Gesundheit – Teil 2 

Als die Kirche noch feurig dabei war, ALLES zu verdammen (außer Gott und natürlich den Klerus), wurde Krankheit in seiner Ursache dem Bösen zugeschrieben und damit waren Kranke ziemlich schnell am Arsch. Denn wer will schon mit dem Teufel im Bunde sein?

Wenn man ein paar Münzen locker machen konnte, haben sich die guten Priester dem angenommen und es mit Gott geklärt. Üble Verarschung in meinen Augen, aber hat ziemlich gut und lange funktioniert. Ist im Übrigen heute nicht viel anders, mit dem Unterschied, dass die Priester jetzt im Gewand von Medizin und Wissenschaft uns die Hölle heiß machen, ohne jemals auch nur ein Wort über Gott zu verlieren…

Aber Heilung haben die armen Schweine damals durch die Priester trotzdem nicht bekommen, schließlich hatten Priester von Heilung so viel Ahnung, wie eine Kuh vom Tennis spielen.

Aber sie konnten ihnen auf jedem Fall die Versicherung geben, dass es nun nicht mehr der Teufel ist, der ihre Krankheit bewirkt, sondern sie jetzt vom Teufel frei seien würden und es nun nur noch Gottes heiliger Wille ist, wenn sie weiterhin krank blieben.

Tor A: Krank durch den Teufel.

Tor B: Krank durch Gottes Willen.

Kling wie Double Jeopardy für mich, aber ich bin ja auch nicht sonderlich helle.

Aber die Krönung war natürlich, dass Menschen, die andere Menschen geheilt und wieder zur Gesundheit geführt haben, der Teufel in die Schuhe geschoben wurde!

Siehst du ein paar Parallelen zur unserer gegenwärtigen Zeit?

So wurde das „Böse“ zu einer politischen Waffe und ist es bis in die heutige Zeit.

Damit will ich keineswegs leugnen, dass es das Böse und so etwas wie Teufel & Co. nicht gibt, aber wie ich im ersten Teil schon erläutert habe, ist das Böse keine ursächliche und Gott ebenbürtige Macht, sondern immer nur eine sekundäre.

Oder anders formuliert: Eine Wirkung auf eine entsprechende Handlung.

In der Folge mag das „Böse“ gewisse Wirkungen haben, die Menschen verführen mögen, aber wenn es wirklich eine ursächliche Macht, auf Augenhöhe Gottes wäre, dann könnte man sich ihm nicht verwehren und wäre es auch nicht möglich, gut zu sein und Dinge ins Gute zu führen.

Da Dinge aber ins Gute geführt werden können, so ist dies ein untrüglicher Beweis, dass das Böse, und jegliche Disharmonien, die damit verbunden sein mögen, nur Reaktion sind, aber KEINE ursprüngliche, gottähnliche Macht und Kraft.

Wenn ich allerdings den Glauben nicht ablegen kann, dass Gott und Teufel ewig auf Augenhöhe streiten, dann kann ich auch nicht die sogenannte Herrlichkeit Gottes erfahren. Oder anders ausgedrückt: Wenn ich Krankheit nicht los lassen kann, dann kann ich Gesundheit nicht anziehen, oder ausdrücken.

Und nein, nicht, weil Gott das so will, sondern weil ICH mich entscheiden muss.

Freiheit? Nein danke!

„Freie Entscheidung“ wurde den Menschen früher vehement verboten und auch heute sind wir wieder auf einem guten schlechten Weg dahin. Aber es ändert nichts an unserem Geburtsrecht, gottähnlich zu sein - in Gesundheit und Harmonie.

Das ist für viele Menschen immens schwer zu glauben, weil sie schon so lange in einem polaren Weltbild gefangen sind, in der das Böse immer wieder versucht, uns zu zerstören und wir gezwungen sind, alles aufzubringen, um es daran zu hindern.

Interessanterweise wird uns immer wieder vermittelt, dass die Ursachen hierfür, niemals in einem selber gelöst werden können, sondern IMMER im Außen gefochten werden müssen.

Dadurch bleibt ein Mensch in einem Hamsterrad, dass er selber antreibt, während er glaubt, das Böse habe ihn dorthin versetzt und er hamstert jetzt tapfer dagegen an.

Und das Verrückte daran ist, dass es in gewisser Hinsicht sogar wahr ist.

Das Böse ist, wie ich im ersten Teil erläutert habe, die Abkehr vom Guten.

Und wenn ich dem Guten oder der Wahrheit nicht folge, gerate ich tatsächlich in einen Kampf mit dem Bösen. Aber eigentlich ist es eher ein Bio-Feedback, dessen Ursache meine eigenen Handlungen sind.

Aus diesem Grund haben ALLE Regierungen eine solche Angst davor, dass Menschen in die Eigenverantwortung kommen, denn dann ist hier ganz schnell Schicht im Schacht. Zumindest mit dem Höllen und Bösen-Mumpitz. Und allem, was dran hängt.

Genauer gesagt, ist dann schnell Schluss mit dem ewigen Feindbild im Außen. Es ist so, als würde man sich eine Angel auf den Rücken binden, an dessen Ende eine Karotte befestigt ist, die vor unserem Gesicht baumelt, gerade weit genug, dass man sie nicht greifen kann und wir laufen wie die Esel ewig hinterher.

Kleiner Spoiler: Egal wie weit und wie lange man auch läuft, so verringert sich der Abstand zwischen Karotte und uns NIEMALS.

Das kommt dem Begriff von Hölle ziemlich nah, oder nicht?

Wie steht mit Besessenheit und dergleichen?

Nun, ein heikles Thema und eines, dass die Gemüter schnell entzweit.

Schulmedizin und gängige Psychologie glauben an so etwas nicht, alleine schon deswegen, weil die Existenz der Seele geleugnet wird. Komischerweise wird trotzdem immer wieder von seelischen Ursachen gesprochen, aber wenn es darum geht, ein klares Statement zu bekommen, ob es denn nun eine Seele gäbe, die jenseits des Körpers existieren könnte, herrscht Verneinung oder einfach nur Schweigen.

Schließlich soll Schulmedizin ja auf Wissenschaft und Fakten basieren, was sie allerdings nur im Kopfe ihrer Anhänger tut, aber nicht in der Realität. Ansonsten würde man nicht alle Dinge, die orthodoxe Lehrmeinung ernsthaft in Frage stellen, einfach negieren und als „Pseudo-Wissenschaft“ bezeichnen. Ein Beispiel hierfür wäre die Para-Psychologie.

Und dies ist ein geschickter Schachzug, denn wer will schon an Pseudo-Wissenschaft glauben, die ja nicht wahr sein kann?

Da ist Mindcontrol - mehr nicht. Aber sehr effektiver. Doch zurück zur Besessenheit.

Es gibt grob geordnet zwei Betrachtungsweisen, die wir hier vorfinden:

  1. Die Psychologische, die es als eine Bewusstseinsstörung betrachtet, die nichts mit externen Einflüssen zu tun hat.

  2. Die Spirituelle, die es als Manifestation einer fremden, externen Entität betrachtet, die Besitz von einem anderen Menschen ergriffen hat.

In meiner persönlichen Arbeit gehe ich davon aus, dass beides wahr sein kann.

In unseren Breitengraden ist die 1ste Betrachtung am Gängigsten vertreten. In vielen anderen Kulturen ist die 2te Variante stärker vertreten.

Die Wichtigkeit der Psychologie und ihre mögliche Schwachstelle

Psychologie ist eine recht moderne Form von Betrachtung, Analyse und Therapie von Phänomen, die man als „Besessenheit“ betrachten könnte.

Der Nachteil der Psychologie ist die Inflexibilität, externe Faktoren wie Besetzung durch Geister als Ursache einzubeziehen.

Denn wenn wir eine unsterbliche Seele haben sollten, warum sollte es dann nicht möglich sein, dass diese auf andere Menschen einwirken kann?

Das ist in meinen Augen einer der Gründe, warum eine unsterbliche Existenz der Seele in der Schulmedizin vehement abgelehnt wird. Man streicht sie einfach aus der Gleichung und schon ist es einfacher, damit zu rechnen. Ob es wahrer ist, sei einmal dahingestellt.

Komischerweise gewährt man Engeln, die eindeutig nicht-physische Wesen sind, hier viel mehr Spielraum.

Trotzdem hat Psychologie viele gute Erkenntnisse über die Struktur des menschlichen Geistes geliefert, allerdings ist diese Betrachtung nicht wirklich revolutionär neu auf unserem Planeten gewesen.

Doch in der westlichen Zivilisation galt ja schon immer alles andere als tendenziell primitiv und falsch, was nicht aus den eigenen Reihen erkannt und entdeckt wurde.

Was die meisten Menschen nicht wissen, ist die Tatsache, dass es weit mehr als die gängige und dominante schulmedizinische Psychologie gibt. Es gibt dutzende von psychologischen Modellen, die bei weitem nicht einfach nur rein theoretische Betrachtungen darstellen.

Wie wird Besessenheit denn in der Psychologie erklärt?

Nun, einfach gesagt, wird es als ein Persönlichkeitsanteil im Bewusstsein des Menschen betrachtet, der zerstörerisch auf die jeweilige Person und ihr Umfeld wirkt.

Es kann natürlich auch einfach „nur“ als Persönlichkeitsstörung angesehen werden.

Die Ursachen können vielfältig sein, aber werden in der Regel immer mit einem Traumata in Verbindung gebracht, dass irgendwann im Leben der jeweiligen Person geschehen ist und nicht zur Heilung gekommen ist. Dadurch ist ein „Split“ in der Persönlichkeit entstanden, der Raum für einen anderen Persönlichkeitsanteil geboten hat, der sich im Laufe der Zeit nach und nach „entwickeln“ konnte.

Und das ist in meinen Augen auch ein guter Ansatz und bringt in der Praxis auch solide Ergebnisse. Denn dieses Phänomen stellt eine legitime Erklärungs-Möglichkeit da. Allerdings darf man nicht vergessen, dass der Einsatz von Psychopharmaka in der Schulmedizin inzwischen eine gängige Praxis ist. Dadurch werden viele psychische Probleme einfach mit Psychopharmaka behandelt. Das ist niemals eine Heilung, denn Psychopharmaka haben eher eine einschläfernde, als heilende Wirkung.

Aber der Fluch der Schulmedizin, pharmaorientiert zu denken, also auf den Einsatz von xenobiotischen Medikamenten hin zu arbeiten, hat damit auch einen recht korrumpierender Faktor im Hinblick auf Heilung von betreffenden Person mit sich gebracht.

Dementsprechend sind psychologische Ansätze schwer von Medikamenten-Einsatz zu lösen. Und das ist für mich, wie bereits erwähnt, kein wirklicher Heilansatz.

Exorzismus und der Fall der Anneliese Michel

Die bei uns gängige Betrachtung geht auf die katholische Kirche zurück, die das Phänomen der Besessenheit zwar nicht öffentlich propagiert, aber ihm einen unbezweifelten Glauben innerhalb der Kirche einräumt.

Der Film „Der Exorzist“ hat uns diese Thematik näher gebracht. Er basiert nebenbei auf einer wahren Begebenheit, die natürlich Hollywoodkonform ausgeschmückt wurde.

Einige mögen sich vielleicht noch an einem recht berühmten Fall von Besessenheit erinnern, der sich in den siebziger Jahren in Bayern ereignet hat. Der Fall der Anneliese Michel.

Ihre Geschichte ist auch die Grundlage des Filmes „Der Exorzismus von Emily Rose“.

Und er hat der katholischen Kirche ein ordentliches blaues Auge gebracht, da Anneliese den Exorzismus nicht überlebt hat. Offiziell ist sie an Mangelernährung gestorben, allerdings wurde an ihr 67 mal ein „großer“ Exorzismus vollzogen.

Im Hinblick auf die Audio-Dokumente, die vorliegen, will ich eine Besessenheit nicht ausschließen. Doch bezogen darauf, wie Jesus Besessenheit geheilt hat, war dies ein erbärmliches Armutszeugnis für die beteiligten Priester im Hinblick auf ihre spirituellen Fähig- und Fertigkeiten. Sie hatten offensichtlich keinerlei geistige Gewalt und Macht, wie sie Jesus und auch die Apostel ausgezeichnet haben.

Für mich sah es aus wie eine einmalige PR-Gelegenheit um die Kirche verstärkt Macht und Ansehen angedeihen zu lassen, da jeglicher böser Geist, den man sich nur vorstellen kann, als besitzergreifende Macht von Anneliese „identifiziert“ wurde.

Was man unbedingt sehen will, wird man in der Regel auch sehen, vor allen Dingen, wenn es um psychische Phänomene geht.

Anneliese hat sich (in meinen Augen) aus Liebe und Hingabe für die Sache Christi geopfert, so wie sie in ihrem Glauben erzogen wurde. Wenn ich daran denke, bin ich zum einen berührt von ihrer Demut, aber zum anderen sehr zornig auf die egoistische und inkompetente Vorgehensweise der Priester.

Außerdem würde Jesu niemals ein solches „Opfer“ fordern. Und bei mir gilt der Standard: Was würde Jesus tun?

Jesus hat geheilt. Sofort. Egal was. - Punkt.

Ich bin da halt sehr pragmatisch.

Wenn ich einen bösen Geist exorzieren will und es nicht innerhalb von drei Anläufen schaffe, so sehe ich darin die Tatsache, dass ich eindeutig keine (oder nicht genügend) Kompetenz besitze, dies zu tun.

Sei die Kompetenz nun spiritueller oder psychologischer Natur.

Und dies, das war der zweite Streich, der dritte auch folgt sogleich.

Renegade-Healer
HeilKünstler. Studium der unterschiedlichsten Heilkünste (inklusive Heilpraktiker-Studium) mit über 20 Jahren Erfahrung. Entwicklung der Energy-Tools auf der Basis eigener Erkenntnisse und Forschung. Unorthodox und Un-Bescheinigt. Anhänger des Glaubens, dass Taten mehr zählen als Worte.

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