Hoffnungslosigkeit - Teil 1
Oh man, so ein schweres Thema und dann auch noch mehrere Teile? - Nun heul man nicht gleich am Anfang rum, das Ganze hat schon Hand und Fuß und wenn schon nicht Hand, dann zumindest Fuß und einen Grund.

Nachdem ich vor einigen Tagen einen Traum hatte, der mich in die Welt zurück führte, die ich über Jahre kannte und ich aktuell im Umfeld einige Menschen kenne, die mit dieser Thematik zu tun haben, habe ich mich entschieden, einiges zu diesem Thema anzumerken.

Was ist Hoffnungslosigkeit?
Dafür müssen wir das Wort erst einmal zerlegen. Fangen wir mit Hoffnung an. Hoffnung ist die Erwartung auf etwas, dass in der Zukunft liegt. Und es hat immer eine Verbindung zu etwas Positivem, wenn auch in einem relativen Kontext.

So wird es in der Spiritualität in einer Form von Belohnung gesehen, die in Trost und Heil besteht. Es kann aber auch darin bestehen, dass man hofft, dass eine schlechte Tat in der Zukunft gesühnt wird. Dies ist nicht unbedingt dass, was Jesus empfohlen hat, da die "Rache" alleine beim Herrn liegen soll, aber das grundlegende Bedürfnis ist auch in diesem Fall, zumindest von der individuellen Polarität aus betrachtet, positiv. Und dies aus dem Grunde, da die Person, die darauf hofft, gegenwärtig eine "negative" Phase durchläuft und in irgend einer Form leidet. Sie erhofft sich damit eine Form von "Wiedergutmachung" (aus ihrer polarisierten Lage bzw. Empfindung betrachtet) und einem zukünftigen Zustand der Heilung.

Letztendlich ist Hoffnung etwas, das einen verschlüsselten Hinweis auf Gottes Ordnung gibt, die wir nicht geschaffen haben, sondern nur wahrnehmen können. Jetzt weiß ich wohl, dass es einige Gelehrte gibt, die der Meinung wären, dass haben wir (die Menschen) uns einfach nur ausgedacht, um die Realität zu ertragen. Das ist in meinen Augen Schwachsinn, denn wenn die Realität so aussieht, dass es nun einmal "normal" ist, dass es einem scheiße geht, warum will man es denn anders?

Man kann es nur anders wollen, weil es auch anders geht, es sich gut anfühlt UND es sich nun einmal GUT anfühlt, wenn es einem gut geht. Und ja, ich weiß, Kinder-Logik. Aber die haben das auch besser kapiert als wir, dass es irgendwie Gesetzmäßigkeiten geben MUSS, die wir in Anspruch nehmen und sogar erwarten DÜRFEN.

Und NIEMAND von uns hat diese Gesetzmäßigkeit selber geschaffen, egal wie weise und gelehrt manche Evolutions-Forscher auch daher reden. Aber wenn diese Gesetzmäßigkeiten nun einmal da sind, dann muss es einem doch irgendwann dämmern, dass da vielleicht etwas mehr dran ist als "Blinder Zufall".

Das ist nicht wirklich schwer zu verstehen, es ist nur schwer anzunehmen.

Man könnte also sagen, dass Hoffnung ein Hinweis darauf ist, dass es Trost und Heilung für jegliches Leid gibt. Es ist ein Hinweis auf eine Ordnung, an der wir teilhaben können und wir scheinbar auch so geschaffen sind, dass wir es sollten. Sonst würde es sich nicht gut anfühlen, sich gut zu fühlen. Hoffnung ist also Teil unseres "Spirituellen Make Up".

Nachdem wir Hoffnung etwas näher beleuchtet haben, sollte klarer geworden sein, was Hoffnungslosigkeit ist - es ist ein Zustand, in dem man "abgeschnitten" ist, von einem essentiellen Teil von uns. Und das produziert Leid. Die Auswirkungen des Leides sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber sie sind immer ein Hinweis darauf, dass etwas nicht "in der Ordnung" ist. Aber viel wichtiger: Das wir "intern" eine Verbindung zu der "richtigen" Ordnung haben müssen, egal, wie verschüttet sie auch gegenwärtig sein mag, da wir sonst das Leid nicht als unangenehm empfinden würden.

Unterschiedliche Umgehungsweisen mit Leid
Die Menschen gehen unterschiedlich mit Leid und Kummer um, der aus der Hoffnungslosigkeit resultiert. Die einen sind immens traurig, andere werden zornig. Aber wie auch immer die individuelle Reaktion aussieht, sie unterliegt in Ursache und Wirkung IMMER einer höheren Ordnung und Gesetzmäßigkeit, nach der der Mensch geschaffen ist.

Und diese zu erkennen ist immens wichtig, wenn man seinen Weg aus der Hoffnungslosigkeit finden will. Zorn und Wunsch nach Vergeltung ist kein Pfad, der ins Licht führt, sondern nur tiefer in die Dunkelheit. Darum hat Paulus ja auch die drei Pfeiler beschrieben, die zu unserem Glück wichtig sind: Glaube, Hoffnung und Liebe. Wenn Hoffnungslosigkeit vorliegt, dann ist in einem oder beiden anderen Faktoren (Glaube/Liebe) eine Dis-Balance vorhanden.

Aber auch Traurigkeit ist ein dunkler Ort. Allerdings kann dieser Ort reifer sein, um ins Licht zu gehen, als der Ort des Zornes, wenn man sich in der Traurigkeit nicht an erste Stelle setzt. Zumindest in der eigenen Vorstellung - und diese muss ja verändert werden, denn auch bei der Traurigkeit gibt es eine Dis-Balance in den drei genannten Pfeilern zum Glück.

Traurigkeit und Schwermut sind Attribute, die ich in meinem Leben zu schätzen gelernt habe, weil sie mir vermitteln können, wie sehr eine Seele leiden kann und damit (hoffentlich) auch mein Mitgefühl weckt, dass aus der Nächstenliebe resultiert. Ich kann durch die Erfahrung meines eigenen Schmerzes, wenn meine Motivation in Liebe verankert ist, meinem Nächsten mit mehr Verständnis und Geduld entgegen treten.

Aber auch Traurigkeit kann so tief in den Abgrund führen, dass der Weg hinaus steil und schwierig wird. Darum rate ich in Fällen von Traurigkeit immer, ein paar "erste Hilfe" Dinge parat zu haben, um mit Freude und Wohlbefinden "gegenzusteuern". Und dies aus dem einfachen Grund, damit man gar nicht erst zu tief in den "Abgrund" der Traurigkeit gerät.

Und es geht hierbei nicht um Verdrängung der Ursachen, sondern um lebensrettende Notfall-Maßnahmen. Ist der Notfall vorbei, kann man den Ursachen näher auf den Grund gehen - was sich immer anbieten sollte.

Natürlich steht es einem frei zu diskutieren und unbedingt verstehen zu wollen, warum das eigene Haus gerade brennt. Davon wird es aber noch lange nicht gelöscht - was Vorrang haben sollte, wenn man darin weiterhin wohnen will. In dieser Welt können wir uns neue Häuser bauen, aber in der geistigen Gesetzmäßigkeit des Menschen, bedeutet ein neues Haus, eine neue Inkarnation, wenn man sein gegenwärtiges Haus (Leib) auf Grund von Ignoranz hat verbrennen lassen.

Wenn der Leib schrott ist, hat die Seele kein Fahrzeug mehr, um in dieser Welt zu interagieren. Und den Leib auf Grund von Ignoranz an die Wand zu fahren, hat auch im Jenseits folgen. Warum? Weil Gott nun mal kein dummer August ist und wir mehr als einfach nur Fleischlappen sind, die der Meinung wären, man könne sich "ungeschoren" selber aufreiben und auf alles scheißen.

Dazu habe ich immer ein gutes Beispiel parat. Ich nehme meinen Hammer und hau mir auf die Hand. Dann schreie ich und sage: Gott ist ein Arsch, dass es so weh tut. Dann sagt Gott zu mir: Hör doch auf damit. Und ich sage: Das geht nicht! Darauf sagt Gott: Okay, ich habe dich nicht geschaffen zu leiden, aber du darfst dir selber deine "Hölle" bauen, bzw. "hauen", wenn du meinst, dass es das Richtige für dich ist...

Göttliche Gesetzmäßigkeiten und mein persönlicher Leidensweg
Ich habe ja weiter oben die drei Pfeiler angesprochen, die Glückseligkeit zu Grunde liegen: Glaube, Hoffnung und Liebe. Das Wichtigste ist dabei die Liebe, und auch diese hat gewisse hierarchische Regeln um "richtig" zu funktionieren.

Ohne Nächsten-Liebe gibt es keinen Weg ins Licht. Aber zuerst steht die Gottes-Liebe, dann die Nächsten-Liebe, gepaart mit der Liebe zu sich selbst. Es ist eine Hierarchie, eine göttliche Ordnung des Guten, die in Anwendung gebracht werden muss, um die "Ordnung" des Guten und der Freude, als auch der Heilung, auszudrücken und in Anwendung zu bringen.

Dabei geht es nicht um irgend ein Dogma oder eine Unterwerfung, außer der Unterwerfung des Falschen. Das funktioniert für jeden Menschen, egal welcher Rasse oder welchen Glaubens.

Im meinem eigenen Fall war die Gottes-Liebe da, allerdings habe ich mich selber verachtet, da ich es nicht geschafft habe, mein "Glück" zu halten - meine Vorstellung davon. Dieses "Glück" hing mit einer Frau zusammen. Man ahnt es schon, Glück von einer Frau bzw. einem Menschen abhängig zu machen - da schaut kein schönes Ende bei raus...

Kurz: Nachdem ich die heiße Kartoffel war (zuerst wird man fallen gelassen und danach ist man Bäh), war ich der festen Überzeugung, es wäre ALLES meine Schuld UND ich würde es deswegen verdienen, zu leiden. Und zwar nicht SO zu leiden, sondern ZU leiden.

Eigentlich war es eine Aus-Flucht, meine persönliche Reaktion mit der Situation umzugehen, um mein gebrochenes Herz besser zu ertragen. Nach einiger Zeit gab es eine Punkt, an dem ich mich entscheiden musste, ob ich sterbe, da mein Leben einfach nur noch sinnlos erschien - oder ob ich verstehen will, warum ich so leide.

Da ich der Urheber dieser Zeilen bin, gehen wir einmal davon aus, dass ich mich für Option zwei entschieden habe. 🙂

Und so fing ich an, zu studieren, wie der Mensch und seine Seele "funktioniert".

Nach einigen Jahren gab es einen Punkt, an dem mir klar wurde, dass es Schwachsinn ist, dass ALLES meine Schuld war. An diesem Punkt habe ich das abgelegt, was nicht meins war und mich darauf konzentriert, mir meinen Mist anzuschauen und nicht zu werten, was der Anteil der beteiligten Frau war oder ist.

Das war eine große Erleichterung und ein wichtiger Schritt nach vorne.

Braucht man Jahre, um Hoffnungslosigkeit zu überwinden?
Nun, meine persönliche Geschichte war notwendig, weil ich eine andere, nicht alltägliche Aufgabe hatte bzw. habe UND weil ich so verkackt war. Wenn man klug ist, dann kann man eine Menge aus den Fehlern anderer lernen. Wer das nicht will, der darf ja gerne über Jahre in seinem eigen Mist versauern. Aber das schockt nicht wirklich...

Wichtig ist, ein grundlegendes Verständnis zu haben, wie der Mensch "gebaut" ist UND wo man sich befindet.

Aber das Wichtigste ist der Wille, in die Heilung und in das "Gute" zu kommen, der sich auch in dem Einsatz zeigen muss, den man dafür aufbringt. Wenn man sagt, man will es, aber es ist einem zu aufwendig, über das W"ie" durch lesen, oder Entsprechendes zu erfahren, dann ist man lau in seinem Willen.

Und wie Jesus schon sagte, bringt das keine Ergebnisse; lau wird in der göttlichen Ordnung "ausgespuckt". Anders ausgedrückt: Wenn du den Hammer willst - bitte!

Und nach diesem Hammer würde ich sagen: Genug für heute, das war ja schon eine Ganze Menge zum Verdauen. Im nächsten Artikel gehe ich näher auf die "Anatomie" der Hoffnungslosigkeit ein, und wie sie aus meiner Sicht zu lokalisieren ist. Dadurch ergeben sich auch neue Wege, damit umzugehen.

Danke für deine Zeit und bis später!

Renegade-Healer
HeilKünstler. Studium der unterschiedlichsten Heilkünste (inklusive Heilpraktiker-Studium) mit über 20 Jahren Erfahrung. Entwicklung der Energy-Tools auf der Basis eigener Erkenntnisse und Forschung. Unorthodox und Un-Bescheinigt. Anhänger des Glaubens, dass Taten mehr zählen als Worte.

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