Der 2. Advent
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4. Dezember 2016
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Der Topf Gold am Ende des Regenbogens
11. Dezember 2016

Der Topf mit Gold am Ende des Regenbogens

Eine Weihnachtsgeschichte zur Heilung

Gewidmet meinem verlorenem Schatz

…denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. – Matthäus 6.21

Eine Weihnachtsgeschichte Teil 1

Es war ein kalter Wintermorgen. Die Bäume waren mit Raureif überzogen.

Bald sollte Weihnachten sein. Die Menschen waren alle sehr geschäftig, es war eine Spannung in der Luft, wie sie nur zu Weihnachten zu fühlen ist.

Bekanntermaßen erhöhen sich die Streit- und Trennungsquoten zur Weihnachtszeit. Bei Erwachsenen. Bei Kindern erhöht sich die Freude.

Bei mir erhöhte sich die Traurigkeit, denn ich schaute auf ein Weihnachten hinaus, das ich alleine verbringen würde, da ich sehr viele Fehler in diesem Jahr begangen hatte.

Und ich war mir sicher, dass ich es auch verdienen würde, aber es fühlte sich trotzdem nicht sehr gut an. Das war wahrscheinlich auch gut so.

Und so war ich in diesem Mix gefangen, wie die meisten Erwachsenen auch, mit dem Wunsch, eine schöne Weihnacht zu haben, die mir das Schenken würde, was Den so auszeichnete, Dem dieses Ereignis einst gewidmet sein sollte:

Heilung und Vergebung.

Gab es keine Vergebung für meine Taten? Keine Aussicht auf Heilung?

Ich schaute mir die Kinder an, die durch die Straßen gingen und an den Schaufensterscheiben klebten und die vielen tollen Sachen anschauten, die in einem warmen Licht glänzten.

Hier und da hörte ich die Mütter sagen:

Warte mal ab, was der Weihnachtsmann bringt!

Und die Kinder ließen sich dadurch ein wenig beschwichtigen.

Diese Momente machten mir Freude, denn der Funke der unschuldigen Erwartung und Vorfreude der Kinder, sprang ein wenig auf meine Seele über.

Ich fühlte ein Lächeln auf meinen Lippen in diesen Momenten und erinnerte mich daran, wie Jesus sagte, dass wir nicht ins Himmelreich eingehen könnten, wenn wir nicht würden, wie die Kinder.

Ich bin jemand, dem man oft ein kindliches Gemüt zugesagt hatte – zu Recht. Aber ich war auch ein Erwachsener, der gefangen war in seinen Handlungen und der Hoffnungslosigkeit auf Grund all seiner Fehler.

Und so konnte ich mich an die unbeschwerten Momente meiner Kindheit erinnern, in der ich zu Weihnachten durch den leisen Schnee ging und überall die Lichter sah.

Aber es vermochte nicht die Schwere meiner Seele zu erleichtern, die als Erwachsener in der Gegenwart zurück in die warmen Momente meiner Kindheit schaute.

Sie waren zu weit weg…

Die Sonne schien und im Radio kam eine Warnung, dass es Eisregen geben sollte. Regen und diese Temperaturen – eine unangenehme Mischung.

Und so kam der Regen, aber die Sonne war nicht komplett von den Wolken bedeckt und schien noch hier und da durch sie hindurch.

Ich war unterwegs und wurde vom Regen ebenso überrascht, wie viele andere auch. Die Straßen wurden zu Eis und es war eine schwierige Angelegenheit, sich auf den Beinen zu halten.

Und mein kindliches Gemüt hatte durchaus etwas Freude, Erwachsenen dabei zu zusehen, wie sie versuchten, sich auf den Beinen zu halten. Und die, die schon unverletzt auf ihren Hintern gelandet waren, dabei zu beobachten, wie sie wie hilflose Käfer versuchten, wieder auf die Beine zu kommen.

Ich beobachtet ein Kind, das seiner Mutter nicht folgen wollte und wollte hier etwas helfen. In diesem Moment schien wieder die Sonne stark durch die Wolken und es war ein Regebogen zu sehen!

Ich sagte zu dem Kind, dass es heißt, am Ende des Regenbogens läge ein Topf Gold vergraben, der aber von einem Kobold behütet wird.

Wirklich? Fragte das Kind.

Ich glaube schon, sagte ich, aber ich bin mir nicht ganz sicher, da ich es nie geschafft habe, zum Ende des Regenbogens zu gelangen.

Warum nicht, du bist doch erwachsen!?

Ich wusste nicht genau, was ich sagen sollte, denn die Aussage des Kindes machte mir klar, dass wir als Erwachsene den Kindern so viele Dinge zu verstehen geben, die wir auch umsetzen sollten.

Hm, vielleicht sollte ich mir mehr Mühe geben, es herauszufinden!, erwiderte ich dem Kind. Ich werde es heute richtig angehen und alles geben!

Sagst du mir, was du herausgefunden hast?, fragte das Kind.

Ich sagte dem Kind, dass ich das tun würde und gab der Mutter meine Visitenkarte mit dem Hinweis, dass sie mich ruhig anrufen könne, falls ihr Kind noch weiterhin auf meine Erkenntnisse bestehen würde.

Die Mutter lächelte und schaute ihr Kind an, das in seinem Blicke eindeutig zeigte, dass es ihm wichtig sei.

In Ordnung, sagte die Mutter, wir müssen jetzt aber weiter.

Das Kind nickte und winkte mir zu, als beide sich langsamen Schrittes auf der eisglatten Straße entfernten.

Ich dachte bei mir, wie findet man das Ende des Regenbogens? Und schaute, ob der Regenbogen noch zu sehen war. Und er war es noch.

Ich erinnerte mich daran, dass es schwierig ist, das Ende des Regenbogens zu finden, da er sich optisch mit bewegte, wenn man auf ihn zu ging.

Eigentlich unmöglich, aber das konnte ich dem Kind nicht sagen. Denn tief in mir wünschte ich mir auch, das Ende des Regenbogens zu finden.

So schlitterte ich die Straße entlang, Richtung Regenbogen. Ich bemerke aber, dass der feine Regen nachließ und so fing ich an, schneller zu schlittern und wagte es, zu laufen.

Zu meiner Verwunderung ging dies sehr gut, aber der Regenbogen fing an zu verblassen. Ich lief schneller und sah die erstaunten Blicke der Menschen, die ich passierte.

Das Eis schien keine Wirkung auf meine Füße zu haben und ich kam dem Regenbogen immer näher!

Ich kam an eine Weggabelung, die ganz dicht an unserem Fluss lag. Der Fluss war bereits gefroren. In der Kurve holten mich die Naturgesetze ein, denen ich in den letzten Minuten sehr erfolgreich davongelaufen war.

Die Kurve hatte keine Bedeutung mehr für mich, denn ich flog gerade aus auf den gefrorenen Fluss zu. Ich konnte mich wie in Zeitlupe wahr nehmen und den schönen, gefrorenen Fluss beobachten, auf den ich scheinbar zeitlos zu flog.

Ich landete auf dem Eis, dass allerdings kein Interesse daran hatte, meinen Körper hart zu empfangen. Es gab sanft krachend nach und das Wasser des Flusses nahm mich liebevoll in Empfang.

Zuerst sah ich nur, wie das klare Wasser mich Aufnahme und wie das Licht durch die Eisdecke schien, unter der ich geborgen mit der Strömung floss.

Ich dachte mir, ich halluzinierte, denn ich sah auf einmal Wesen im Wasser, die mich an Elfen erinnerten. Nur halt unter Wasser.

Sie lächelten mich sanft an und sprachen zu mir.

Was suchst du denn? Fragten sie mich in einem ätherischen Klang.

Ich wollte antworten, aber es kamen nur Luftblasen aus meinem Mund und auf einmal fühlte ich die Kälte des Wassers.

Ich bekam Panik und begann mit den Händen zu rudern, während mich die Strömung weiter trug.

Hab keine Angst, sagten die Wasserelfen zu mir, lass los und hab Vertrauen!

Mit weit aufgerissen Augen lies ich von meinem verzweifelten Rudern ab  und gab mich der Strömung hin.

Auf einmal fühlte ich, wie mich etwas packte.

Ein starker Arm hatte mich an meiner Kleidung ergriffen und zog mich aus dem Wasser. Ich wurde von einem kräftigen Mann mit weißem Vollbart aus dem Wasser gezogen.

Komm schon Jungelchen, es ist etwas zu kalt, um zu baden!, rief der Mann mir zu. Ich schlotterte und wurde mit Leichtigkeit auf seine Schultern geworfen.

Er trug einen langen roten Mantel und ging mit mir auf einen großen Schlitten zu, vor dem Pferde gespannt waren.

Ich bekam Panik. Ich musste gestorben sein! Ein großer, starker Mann in einem roten Mantel trug mich auf seinen Schultern Richtung eines großen Schlitten, vor dem viele Pferde gespannt waren!

In meiner Panik riss ich mich los und fiel von den Schultern des Mannes. Ich strauchelte und wollte wieder loslaufen und landete gleich wieder auf meinem Rücken. Hart und unsanft.

Der Mann beugte sich über mich und ich hörte nur ein tiefes Lachen.

Ho, ho, ho! Du bist mir einer, Jungelchen! Ho, ho, ho!

Das passiert nicht wirklich! Du hast einen Schock, atme tief ein und aus!, sagte ich immer wieder zu mir selber.

Doch der Mann packte mich wieder mit Leichtigkeit an meinem Gürtel, wie ein kleines Kind und trug mich weiter zum Schlitten.

Dort angekommen, warf er mich mit Leichtigkeit in den Schlitten auf die geräumige Bank, die mit Fellen ausgekleidet war.

Dann stieg er ebenfalls mit Leichtigkeit in den Schlitten und setzte sich neben mich.

Ich bibberte.

Jungelchen, warum bist du denn so blau im Gesicht? Ho, ho!

Der Mann lachte und schlug die Zügel des Schlittens und die Pferde setzten sich in Bewegung.

Ich wurde in die Felle gedrückt.

Der Mann sprach: Gebt ihm einen Schluck, Fühldichwohlundwarm!

Mit weit aufgerissenen Augen sah ich 2 kleine Wesen, etwa halb so groß wie ich, auf mich zu hüpfen mit einer goldenen Flasche in der Hand.

Nein! Rief ich aus, aber es hatte keinen Zweck. Eines der Wesen war auf meinem Bauch gelandet und hielt meine Arme fest, während das andere Wesen meine Nase zuhielt und mir dann die Flasche auf den Mund pfropfte.

Ich hatte das Gefühl, als würde ein Feuer mich durchglühen und ich hörte ein Zischen. Ich fühlte, wie meine Haare wie in Dampf von meinem Kopf wehten. Ich schaute auf meine Hand die ebenso dampfte und meine Jacke, die extrem aufgebläht war und an allen Ecken Dampf von sich gab.

Gleiches mit meiner Hose und  meinen Schuhen.

Ich dampfte! Und wie!

Nach ca. 10 Sekunden war der Spuk vorbei und ich war komplett durchwärmt und meine Kleidung war ebenfalls komplett getrocknet.

In etwas piepsiger Stimme, sagten die beiden Wesen, dass ich jetzt wieder in Ordnung sei.

Ich schaute auf den großen Mann mit dem Bart und stammelte: Du bist doch nicht etwa… Nein – oder doch? Das passiert nicht wirklich, oder?

Eines der Wesen kniff mir in die Nase.

Aua! Schrie ich. Das tat weh!

Das Wesen kicherte und ich hörte wieder das tiefe ho, ho vom dem Mann mit dem weißen Bart und den Roten Mantel.

Ich sah, dass wir parallel zum Fluss in der Kutsche fuhren.

Plötzlich erschien vor uns ein Fahrradfahrer, der sein Fahrrad schob und hölzern auf dem eisigen Weg voran kam. Aber er sah uns nicht.

Der Mann mit dem weißen Bart lenkte die Kutsche nach rechts und wir fuhren auf den gefrorenen Fluss zu.

Achtung! Schrie ich.

Aber es war zu spät, die Pferde hatten bereits den Sprung in den Fluss gemacht. Aber zu meinem Erstaunen krachten wir nicht in das Eis, sondern die Pferde galoppierten darüber hinweg.

Jetzt bemerkte ich, dass wir steil nach oben stiegen!

Ich sah ein Glitzern an den Hufen der Pferde, während sie durch die Luft trabten! Meine Haare standen durch den Fahrtwind zu Berge.

Ich drehte mich um und sah den Fahrradfahrer, der weiter unbeirrt seines Weges strauchelte. Nur hatte ihn eine leichte Brise mit etwas Staub und Eis erwischt und er hielt darauf kurz an und schaute verdutzt drein.

Dann ging er weiter, als hätte er uns gar nicht bemerkt.

Wir entfernten uns immer mehr und stiegen weiter in die Luft!

Ich bin tot! Ich muss gestorben sein!

Der Kutscher gab mir einen Stoß in die Rippen und ich flog in die Seite der Kutsche und landete in den dicken Fellen.

Ja, ich saß jetzt in einer Kutsche! Es sah zwar innen so aus, wie in dem Schlitten, aber es war jetzt eine Überdachung vorhanden und es gab keinen  Zweifel daran, dass es eine Kutsche war.

Zweifel gab es schon, schließlich musste ich ja gestorben sein! Wie anders ließ sich das Ganze erklären?

Du bist nicht gestorben, Jungelchen! Reiß dich mal zusammen!

Vor wenigen Minuten hast du noch einem Kind erzählt, dass du den Topf voll Gold am Ende des Regenbogens suchen willst und jetzt redest du davon, dass du gestorben bist!

Der Punkt ging an dem Mann im roten Mantel.

Warum sind wir denn jetzt in einer Kutsche? Was ist aus dem Schlitten geworden?

In diesem Moment war die Decke der Kutsche wieder weg und wir saßen wieder im Unterbau, sprich, dem Schlitten.

Der eisige Wind fegte mir ins Gesicht und das buschige Harr des Mannes im roten Mantel wehte ebenso, wie sein Bart.

Möchtest du lieber so fahren? Fragte er mich.

Nein, bei Gott, nein! Das ist ja eisig kalt!

Dann, bei Gott, wieder in der Kutsche! Sprach der Mann im roten Mantel.

Und da saßen wir wieder in der Kutsche. Warm und behütet.

Du hast bei Gott gesagt! Dann kannst du kein Dämon sein, oder? Oder ist der Teufel dein Gott? Fragte ich den Mann im roten Mantel.

Ho, ho, Jungelchen! Was bist du doch für einer! Lachte der Mann und schlug mir so auf die Schulter, dass ich auf die gegenüber liegende Seite flog und in den dicken Fellen landete.

Es gibt nur einen Gott und ich bin weder Dämon, noch diene ich dem Teufel. War es keine gute Tat, dich aus dem Fluss zu ziehen?

Doch… sagte ich leise. Aber ich verstehe das alles hier nicht!

Du musst auch nicht alles verstehen, sondern sollst nur ein verständiges Herz haben! Und das gibt sich mit einem wahren Gefühl der Liebe immer zufrieden. Sagte der Mann im roten Mantel.

Und höre auf, mich Mann im roten Mantel zu nennen!

Ich war sprachlos und bin es noch!

Wie soll ich denn dann nennen? Fragte ich verdutzt.

Nenn mich doch denn dann einfach Nikola!

Nikolaus? Fragte ich. Bist du der heilige Nikolaus?

Wer ist schon heilig, außer Gott, fragte Nikola.

Der Punkt ging wieder an ihn. An Nikola.

Hast du auch einen Nachnamen? Fragte ich und kam mir im selben Moment recht dumm vor, so etwas gefragt zu haben.

Nikola Kringel, wenn du willst. Ho. Ho! Willst du noch meinen Ausweis sehen?

Wenn du schon so fragst, ja! Erwiderte ich und verschränkte meine Arme vorm Körper. Und ich will deine Legitimation sehen! Und ich ertappte mich wieder, eine so blöde Forderung an ihn gestellt zu haben.

Was war ich doch erwachsen…!

Ho. Ho! Lachte Nikola und holte einen Ausweis aus seiner Manteltasche und klappte ihn vor mir aus.

Der Ausweis sah aus, wie aus Papier, aber das Papier glitzerte so, wie die Hufe der Pferde vorhin.

Und da stand es: Nikola Kringel. Geboren am 24.Dezember 0000.

Ausgestellt von der Behörde zur Anti-Skeptisierung und Wiederbeschaffung von verlorenen Kindern!

Und deine Legitimation bekommst du, wenn du das kleine Sternchen unten links berührst. Sagte Nikola Kringel.

Ich tippte mit dem Finger darauf und es gab einen kleinen Blitz und vor mir entfaltete sich eine große Pergamentrolle und neben ihr stand ein Wesen, wie die, die ich vorhin gesehen hatte.

Nur hatte dieses Wesen eine Brille und deinen Anzug und begann wie folgt zu sprechen:

Nikola Kringel besitzt laut Paragraph 7, Vers 3 des Herzensgesetzes vom jüngsten Tag, die Befugnis, verloren gegangene Kinder wieder zurück zu holen.

Es gab wieder einen Blitz und die Pergamentrolle, rollte sich zusammen und verschwand wieder zusammen mit dem Wesen.

Mir wurde schwindelig. Nikola Kringel war legitimiert! Auch wenn ich von all dem nichts verstand.

Ho, ho! Na Jungelchen, was sagst du nun? Lachte Nikola Kringel.

Bist du legitimiert? Fragte Nikola Kringel mich.

Wie meinst du das? Fragte ich.

Nikola sprach: Nun, du hast offensichtlich eine traurige Weihnacht vor dir. Alleine, auf Grund deiner vielen Fehler? Ist das legitim?

Ich fürchte ja, sagte ich.

Gibt es keine Entschuldigung? Fragte Nikola.

Nein, ich glaube nicht… Ich habe… Nikola fuhr mir ins Wort:

Ich weiß, was du getan hast. Und ich weiß, dass du leidest. Und ich weiß, dass du nicht ins Himmelreich kommen kannst, wenn du nicht wieder wirst, wie die Kinder. Darum bin ich hier.

Was bedeutet das? Fragte ich.

Du wirst schon sehen, sagte Nikola Kringel.

Hier machte unsere Kutsche einen kurzen Ruck und ich wurde zur Seite geworfen. Ich schaute schnell aus dem Seitenfenster und sah ein großes Flugzeug über das wir knapp hinweg flogen!

Mein Gott, du musst doch lenken! Rief ich aus.

Keine Angst! Meine beiden Helfer erledigen dass schon! Nikola klopfte gegen eine kleine Holztür, die im vorderen Teil der Kutsche auf Augenhöhe angebracht war.

Sie öffnete sich und eines der beiden Wesen, das mir vorhin den Trank eingeflößt hatte, öffnete die Luke und fragte nach uns.

Ja, was gibt es?

Nikola sprach: Unser Freund hier hat Angst um die Lenkung unseres Gefährt. Zeigt es ihm!

Hier zog mich das kleine Wesen an meiner Jacke in die kleine Tür und ich steckte mit meinem Kopf in der Fahrerkabine, in der auch das andere Wesen saß und die Zügel der Pferde in den Händen hatte.

Die Kabine war mit einer durchsichtigen Glaskuppel bedeckt und die Zügel waren mit goldenen Zahnrädern verbunden, die in den Boden übergingen und draußen zu den Pferden führten.

Draußen schneite es und zwei altertümliche Lampen, die an der Glaskuppel befestigt waren, ließen ihr Licht auf die Pferde scheinen.

Die Flamme in den Lampen war blau und bei genauerem hinsehen, sah ich kleine Wesenheiten, die wie Miniatur Elfen aussahen und auf ihrem Kopf kleine Lampen geschnallt hatten, die ein starkes Licht von sich gaben.

Diese Miniatur Elfen flogen aus der blauen Flamme in einer langen Reihe Richtung Pferde und erleuchteten den Weg. Es müssen hunderte gewesen sein.

Alles klar soweit? Fragte eines der Wesen. Wir haben hier nämlich ein wenig zu tun!

Ich setze mich zurück in die Kabine und war sprachlos.

Nun, fragte Nikola Kringel, was sthet auf deinem Zettel?

Wie bitte? Fragte ich. Welcher Zettel?

Dein Wunschzettel, sagte Nikola Kringel.

Ich habe keinen… sprach ich, während ich etwas traurig zum Fenster raus schaute.

Hier zog Nikola eine Taschenuhr aus seinem Mantel und öffnete sie. Schauen wir doch mal! Rief er und drehte an den Zeigern.

Hier! Rief er und hielt mir die Uhr entgegen.

Die Uhr projizierte ein Bild von mir in die Luft, wie ich traurig in meiner Wohnung saß und mir wünschte, ich hätte meinen Schatz nicht verletzt.

Ich konnte meine Gedanken in der Projektion hören!

Und hier! Rief er erneut und das Bild veränderte sich.

Ich sah meine Eltern, als ich sehr klein war, wie sie stritten und mein Vater Sachen aus dem Schrank riss und auf dem Boden verteilte. Es waren Kleidungsstücke. Und ich sah mich, als kleinen Jungen von 4 Jahren.

Ich war traurig und hatte Angst, weil meine Eltern sich stritten. Ich ging dazwischen und sagte, sie sollen sich nicht streiten. Dann ging ich zum Schrank und fing an, die Kleidungsstücke wieder zusammen zu legen, so gut ich konnte und sortierte sie wieder ein.

Mein Vater ging aus dem Zimmer. Später gab er mir Geld dafür, dass ich alles wieder sortiert hatte.

Das Bild veränderte sich erneut. Ich sah mich im Auto mit meiner Mutter von zu Hause weg fahren. Und ich weinte.

Das Bild flackerte kurz und zeigte eine neue Szene. Ich sah meinen Vater als Kind in einer Hütte im Winter. Es war in den Kriegszeiten und sein Vater kam aus der Kälte und brachte Holz und Essen herein. Seine Mutter saß am Kamin und bereitet das Essen zu. Seine Brüder saßen am Tisch und waren still.

Dann veränderte sich das Bild und mein Vater kam aus der Kälte in die Hütte. Seine Brüder saßen am Tisch und seine Mutter saß wieder am Kamin. Sein Vater war nicht mehr da…

Das Bild verschwand und ich musste daran denken, dass mein Vater mir nie von seiner Kindheit erzählt hatte. Er hatte auch nie über Gefühle gesprochen. Mein Vater hat mich nie geschlagen. Meine Eltern haben sich getrennt, als ich noch klein war.

Nikola schaute mich ernst an. Ich senkte meinen Blick und er sah, dass ich verstanden hatte.

Vergangenheit ist Vergangenheit. Sie ist vergangen. Das Einzige, was wir davon mitnehmen, ist das, was wir festhalten und in die Zukunft säen.

Er schüttelte seine Uhr erneut und es zeigte sich die kürzlich ereignete Szene mit dem Kind, dem ich versprochen hatte, das Ende des Regenbogens und die Sache mit dem Topf voll Gold zu ergründen.

Ho, ho! Nikola lachte und sprach: Wir sind nicht hier, um Trübsal zu blasen. Wir haben eine Aufgabe!

Wir? Fragte ich.

Ja, sagte Nikola, wir wollen doch mal sehen, ob es einen Topf voll Goldes am Ende des Regenbogens gibt!

Aber wir sind doch längst zu weit weg und der Regenbogen ist doch schon lange vergangen! Sagte ich zu Nikola.

Nikola hob eine Augenbraue und hielt mir seine Uhr vors Gesicht und schüttelte sie kurz.

Ok, ok, sagte ich. Zeit ist relativ. Zumindest hat Einstein das behauptet!

Nikola schmunzelte und sagte: Wir sind unterwegs zum Hautquartier.

Ich schaute einfach nur fassunglos und sagte: Hauptquartier…?

Festhalten! Rief Nikola, es wird jetzt etwas stürmisch. Diese Region der erde ist etwas turbulent!

Ich schaute aus dem Fenster und sah Polarlichter am Himmel. Den Boden konnte ich nicht erkennen, dafür schneite es zu sehr.

Dann wurde die Kutsche stark geschüttelt und es wurde holprig. Nach ein paar Sekunden wurde es wieder ruhig und die Kutsche blieb stehen.

Da sind wir, sagte Nikola Kringel. Aussteigen!

Ich öffnete zögerlich die Tür. Nikola gab mir einen Schlag auf den Rücken und ich fiel nach vorne aus der Kutsche in bläulich schimmernden Schnee.

Ich fiel weich und landete mit meinem Gesicht im Schnee. Nur war dieser nicht kalt, sondern schmeckt süßlich, wie Zuckerwatte. Ich wollte gerade noch einmal kosten, da hob mich Nikola auf und stellte mich vor sich hin.

Da lang, sagte er und zeigte in Richtung eines Gebäudes, das aussah wie eine große Kathedrale, mit zwei Türmen und einem großen, runden Torbogen.

Ich ging staunend voran. Komischerweise war es überhaupt nicht kalt.

Überall waren rote und blaue Lichter zu sehen. Auch violette schienen vereinzelt. Wir passierten den Torbogen und ein starkes Licht fiel auf die Straße. Das Licht kam von einem großen Fenster, hinter dem viele der kleinen Wesen, wie ich sie in der Kutsche gesehen hatte, fleißig hin und her liefen.

Da hinein, sagte Nikola und wir gingen zur Tür hinein. Zwei kleine Wesen kamen sofort und nahmen Nikola den Mantel ab. Auch meine Jacke zogen sie mir aus und gaben mir einen Laborkittel.

Es roch nach Lebkuchen und überall standen auf den Tischen Milch und Kekse. Nikola griff sich ein paar und sagte, ich solle mir ruhig auch was nehmen.

Ich tat dies und die Kekse schmeckten wunderbar. Die Milch war auch köstlich und hatte einen leichten Zimtgeschmack.

Wir gingen weiter und ich konnte eine riesige Halle sehen, in der allerlei Spielzeug von den kleinen Wesen hergestellt wurde. Es gab aber keine Spielzeug-Waffen oder dergleichen.

Nikola klopfte mir auf die Schulter und sagte: Nur Spielzeug, dass den Sinn der Kinder zu Gutem anregen kann, wird hier entworfen und konstruiert. Die Ideen werden dann in die Welt verteilt.
Aha sagte ich und Nikola zeiget auf einen Spiegel, an dem wir vorbei gingen. Ich schaute hinein und sah, dass ich einen Milchbart hatte…

Ich wischte mir den Mund und wir gingen weiter.

Wir kamen an eine Tür über der Labor stand. Nikola ging vor.

Da seid ihr ja endlich! Ich habe noch mehr zu tun! Hörte ich eine Stimme mit einem deutschen Dialekt sagen.

Das Jungelchen brauchte etwas Zeit, sich an alles zu gewöhnen! Sprach Nikola Kringel zu der Person, die ich nur von hinten sah.

Sie hatte graues, krauses Haar und war emsig an einer Apparatur beschäftigt, die verschiedene Spiegel und Justiereinheiten besaß. Sie wirkte wie ein optisches Gerät, aber nichts, was ich je gesehen hatte.

Wie weit bist du? Fragte Nikola die unbekannte Person.

Sie drehte sich um und hatte ein Visier auf, mit zwei unterschiedlichen Teleskopen vor jedem Auge. Außerdem hatte sie einen breiten Schnauzbart.

Hier! Sagte die Person und zeigte auf eine Fläche, auf der ein Bild projiziert war.

Wir kamen näher heran und ich sah, dass es die Szene war, die ich vorhin gesehen hatte. Der Regenbogen!

Es bewegten sich verschiedenartige farbige Punkte auf dem Bild hin und her. So ähnlich wie bei einem Laserstrahl.

Es lag eine große Lupe auf dem Tisch und ich nahm sie und schaute mir das Bild genauer an. Jetzt erkannte ich, dass die kleinen Punkte winzige Wesen waren, so ähnlich wie die, die ich vorhin in der Fahrerkabine aus der blauen Flamme habe kommen sehen.

Ich streckte meine linke Hand aus undwollte mit dem Finger in Richtung einer der Punkte greifen.

Vorsicht! Rief die Person, aber es war schon zu spät. Ich hatte in den Strahl gegriffen, der offensichtlich einen der Punkte produzierte.

Ich zog meine Hand zurück und hatte das Gefühl, ich hätte mich verbrannt. Ich schaute mit der Lupe meine Hand an und sah ein kleines Wesen, dass etwas verwirrt war, da es auf einmal auf meinem Handrücken war. Es schaute sich um und begriff schnell, dass ich dümmlicher weise in den Strahl gegriffen hatte.

Es sprang von meiner Hand wieder in das Bild. Aber es hatte mir ein kleines Brandmal hinterlassen, das ein wenig so aussah, wie ein Smiley, der mir die Zunge ausstreckte.

Nikola lachte und klopfte mir auf den Rücken.

Die Person mit dem krausen Harr lckte ihre Augenwerkzeuge ab und nahm meine hadn und schaute sie sich unter der Lupe an.

Halb so wild! Sagte sie. Die kleinen haben einen Sinn für Humor.

Dann griff die Person meine Hand und schüttelte sie mit den Worten:

Entschuldigung, wir kennen uns noch nicht ich bin…

Einstein! Rief ich.

Genau! Sagte Einstein und zwinkerte mir zu.

Aber Sie sind doch tot! Rief ich.

Hör mal, Jungelchen, wer hat postuliert das Energie nicht verloren geht?

Der Punkt ging an Einstein.

Können wir weiter machen? Fragte Einstein mich.

Nikola Kringel schaute mich auch fragend an. Ich zeigte auf einen Spiegel und Nikola schaute hinein.
Ho, ho! Rief er und wischte sich die Milch aus dem Bart.

Ich habe den Regenbogen analysiert, sagte Einstein zu mir. Es war nicht leicht, das Ende auszumachen, da es ja 2 Möglichkeiten gab. Aber nachdem ich den Aufbau des Lichtspektrums analysiert habe und den negativen Zeitfaktor kalkuliert habe, bin ich zu diesem Ergebnis gekommen:

Einstein vergrößerte den linken Teil des Regenbogens und konnte erstaunlicherweise verlustfrei hinein zoomen.

Schließlich konnte ich eine Reihe kleiner Wesen ausmachen, die eine endlos scheinende Kette bildeten und sich in einer Art Ringel-Reihen bewegten. Sie hatten ebenfalls kleine Lämpchen auf dem Kopf, aus dem die Farben des Regenbogens strahlten.

Interessant, nicht wahr? Fragte Einstein mich.

Ja. Faszinierend!

Können Sie einmal näher auf den Kopf eines dieser winzig kleinen wesen zoomen, Professor? Fragte ich Einstein.

Nicht so förmlich, Jungelchen! Nenn mich Albert. Hier sind wir alle Brüder und Schwestern und vor allen Dingen Freunde!

Ho, ho, ho! Lachte Nikola Kringel und klopfte uns beiden auf die Schultern.

Richtig so! Denn das ist es, was die Liebe gebietet! Sagte er mit starker Stimme.

Professor, ähem, Albert! Könnten – du, kannst du einmal auf eines der Wesen zoomen?

Gewiss! Sagte Albert und justierte das Gerät.

Auf den Kopf, von einem der Kleinen bitte! Bat ich den Professor.

Hier, sagte er.
Es zeigte sich, dass das Licht aus der Lampe eines der kleinen Wesen ein weiteres kleines wesen war, mit einer Lampe auf dem Kopf!

Kannst du noch näher ran?

Aber sicher, aber das kann lange so weiter gehen, sagte er schmunzelnd.

Und schon wieder war die Flamme aus der Lampe des kleineren Wesens, dass die Flamme der Lampe eines der kleinen Wesen darstellte, wieder ein noch kleineres Wesen mit einer Lampe auf dem Kopf!

Mein Gott! Es lebt ja alles! Rief ich aus.

Einstein nickte und Nikola legte seine Hand auf meine Schulter:

Wie sollte es anders sein? Gott ist doch reinstes Leben. Wie sollte da irgendetwas wirklich tot sein?

Ich schaute Nikola an und fragte: Aber gibnt es denn dann keinen Tod?

Doch sagte Nikola, aber das ist eher ein Aggregat-Zustand um es mit den Worten unseres Professors zu sagen.

Und die geschaffenen Wesen haben einen Einfluss auf diesen Aggregat-Zustand durch ihre Entscheidungen, ihren Willen und ihre Handlungen.
Fügte Albert hinzu.

Doch zurück zum regenbogen! Rief Nikola.

Albert machte sich sofort daran und justierte schnell wieder das Ende des Regenbogens an. Nach dem es ziemlich gut vergrößert war, zeigte er es mir.

Kannst du es sehen? Fragte er mich.

Was? Sagte ich.

Hier, schau es dir gneuare an. Albert schob ein paar farbige Folien vor einer der Projetzionslinsen und legte eine goldene Münze in das Bild.
Plötzlich wurden schemenhaft Umrisse eines Wesens sichtbar. Dieses Wesen bewegte sich und griff in die Luft, als wolle es nach der kleinen Münze greifen.

Einen Augenblick noch, ich habe es gleich.

Albert justierte noch einmal an der fantastischen Maschine nach.

Nach ein paar Sekunden wurde das Bild schärfer und ich konnte einen kleinen Kobold erkennen, der auf einem Topf voll Gold saß!

Wahnsinn! Rief ich aus.

Wo? Fragte Nikola. Ich sehe nur einen etwas mürrischen Kobold!

Albert justierte wieder aus dem Bild heraus und zeigte mir eine Übersicht.

Kennst du diesen Ort?

Ja, sagte ich. ES ist nahe am Fluss, dort, wo ich ins Wasser fiel.

Ich vergrößere das Bild. Einstein projizierte das Bild auf eine der Seitenwände im Labor. Es war ein Bereich am Fluss, den ich kannte und das Bild schimmerte in Regenbogenfarben.

Ich kann das Ende nicht erkenne! Sagte ich zu Albert und Nikola.

Augenblick sagte Nikola Kringel und klatschte in die Hände. Sofort kamen zwei Wesen hebei und hatten einen Topf und einen Pinsel in der Hand.

Strecke deine Hände aus, sagte Nikola.

Ich streckte meine Hände aus und die beiden Wesen pinselten eine goldig scheinende Flüssigkeit auf meine beiden kleinen Finger. Die Flüssigkeit zog sofort ein.

Halte deine Handflächen aneinander gepresst und lasse eine kleinen Spalt offen. Deine beiden Daumen sind dein Visier. Du kannst durch das Visier und durch den Spalt schauen.

Nikola machte es mir vor.

Ja, sagte ich.

Öffne die Handflächen leicht und hauche hinein. Dann schleiße sie wieder bis auf einen kleinen Spalt und schau mit deinem linken Auge hindurch auf das Bild.

Ich tat, was Nikola gesagt hatte und plötzlich fingen meine beiden kleinen Finger leicht an zu schimmern und ich konnte auf dem Bild an der Wand den Regenbogen klarer erkennen.

Suche das Bild ab, bis du den Kobold sehen kannst, sagte Nikola Kringel.

Ich tat dies und fand nach ein paar Augenblicken den kleinen, tatsächlich etwas grimmig drein schauenden Kobold auf seinem Topf Gold sitzend!

Wahnsinn… sagte ich leise.

Nein, nur ein Kobold! Sagte Nikola.

Du musst jetzt wieder zurück, sagte Nikola Kringel zu mir.

Oh Mann! Gerade wo es so richtig toll ist! Sagte ich schmolledn.

Sehr gut! Sagte Nikola, dass kolingt sehr vernünftig nach Kind!

Aber wir müssen trotzdem los. Ich geh noch einmal auf Toilette! Warte hier.

Nikola ging aus dem Labor.

Ich muss auch noch weiter, meine Lieber. War nett, dich kennen gelernt zu haben! Sagte Alber Einstein zu mir.

Vielen Dank, Herr Einstein! Sagte ich und wollte ihm die Hand reichen.

Albert! Sagte Einstein und nahm mich stat dessen in den Arm. Er schaute mir noch einmal in die Augen und sagte dann:

Leb wohl! E = MC²!

Mit einem Blitz war Albert weg!

Wow! Dachte ich bei mir. Ich werde mich noch einmal kurz umsehen, wer weiß, ob ich das hier jemals wieder sehe?

Ich ging aus dem Labor in die Halle, wo die vielen kleinen Wesen das Spielzeug konstruierten.

Auf einem Tisch lagen Prototypen. Ich konnte dies daher wissen, weil es ein großes Schild hinter dem Tisch gab. Ich ging dort hin und schaute mir die Sachen an. Ein paar der kleinen Wesen schauten mich an und ich fragte, ob ich davon etwas berühren darf.

Sicher! Piepste eines vo ihnen und ich nahm etwas mit vielen Kugeln in die Hand und beschaute es.

Da bin ich! Hörte ich auf einmal Nikola Kringel rufen und aus Schreck ließ ich das Kugelspielzeug fallen und die Kugeln sprangen auseinander.

Oh Nein! Rief ich. Ich werde es sofort aufheben!

Vorsicht! rief Nikola, aber es war schon zu spät. Ich rutschte auf den Kugeln und glitt in Richtung einer Treppe auf dem Kugelteppich.

Oh, oh – rief ich. Das wird interessant.

Als ich an der Treppe angekommen war, fühlte ich auf einmal die gleiche Schwerelosigkeit, wie zuvor, als ich auf das Eis des Flusse zufiel.

Ich landete auf den Stufen und purzelte alle herunter. Unten angekommen lag ich auf dem Rücken und sah schemenhaft Nikola über mir stehen und noch rufen:

Schnell, holt die Fallzurück-Tropfen. Schnell…
Mir wurde schwarz vor Augen.

Ich hatte das Gefühl in einem Nebel voller Farben zu fallen. Ich wusste nicht wo ich bin, aber das Gefühl war angenehm.

Ich hörte ein Piepen. Biep – Biep – Biep.

Und es kam näher.

Dann hörte ich leise Stimmen.

Er kommt zu sich! Sagte eine von ihnen.

Ja, sagte ich mit noch geschlossenen Augen. Da bin ich erst mit Einstein im Labor und im nächsten Moment prüfe ich die Gesetze der Schwerkraft auf Nikola Kringels Treppe…

Ich glaube, er hat eine Gehirnerschütterung! Sagt eine weibliche Stimme.

Ich öffne langsam die Augen und zuerst ist noch alles verschwommen.

Dann schält sich langsam das hübsche Gesicht von einem Wesen heraus, von dem ich nicht gedacht hätte, sie noch einmal zu sehen.

Was machst du denn hier? Stöhne ich. Hat Nikola dich auch mit dem Schlitten geholt?

Sie antworte darauf: Wer ist Nikola? Und was für ein Schlitten? Ich bin nur gekommen, weil es hieß, du könntest nie wieder aufwachen! Und ich wollte dir deine Schlüssel persönlich übergeben! Solange du noch lebst!

Oh! Ich schaute sie etwas traurig an. Wo sind wir denn?

Sie erwidert darauf, sichtlich kalt, aber unterschwellig noch sehr zornig:

In einem Krankenhaus. Du warst in den Fluss gefallen und man hat dich erst 10 Minuten später wieder raus gefischt. Es ist ein Wunder, dass du noch lebst. Aber ganz offensichtlich hat dein Kopf etwas abgekriegt!
Hier ist dein Schlüssel, wir gehen getrennte Wege!

Damit ging sie aus dem Zimmer. Ich fühlte mich auf einmal wieder wie ein Erwachsener.

Ein Arzt kam auf mich zu: Es grenzt an ein Wunder, dass Sie noch leben und so wohlauf sind. Wir müssen sie noch einmal in die Röhre schicken um sicher zu gehen, dass mit Ihrem Gehirn alles in Ordnung ist!

Ja, ja. Sagte ich leise und drehte mich zur Seite.

Ein schöner Traum…

Mir standen die Tränen in den Augen. Der Arzt sagte, dass er mich jetzt in Ruhe lassen würde und verließ das Zimmer. Ich weinte.

Mein Herz fühlte sich so schwer an und ich wünschte mir, ich könnte wieder zurück in meinen Traum und dort für immer schlafen.

Ich wischte mir mit meiner linken Hand die Tränen aus dem Gesicht. Auf einmal brannte meine Hand. Ich schaute auf meinen linken Handrücken.

Konnte es sein?

Ich machte die Lampe am Bett an und schaute meinen Handrücken genauer an.

Da war es!

Bei Gott, da war es!

Ein kleines Feuergraffitti, einem Smiley nicht unähnlich, dass mir die Zunge ausstreckte!

Oh mein Gott! Es war kein Traum! Es war kein Traum!

Wo ist meine Kleidung?

Weiter geht es im 2.Teil – bald in diesem Theater!

Renegade-Healer
Renegade-Healer
HeilKünstler. Studium der unterschiedlichsten Heilkünste (inklusive Heilpraktikerstudium) mit über 20 Jahren Erfahrung. Entwicklung der Energy-Tools auf der Basis eigener Erkenntnisse und Forschung. Unorthodox und Un-Bescheinigt. Anhänger des Glaubens, dass Taten mehr zählen als Worte.